Durchgeführt: Was wächst denn da am Wegesrand?

An einem regenfreien Nachmittag Ende Mai treffen sich vier Landfrauen zu einer ganz speziellen Wanderung. Robert Kull teilt mit uns sein Wissen über ganz alltägliche Pflanzen, denen wir überall begegnen.

Einige davon sind Heilpflanzen, wie zum Beispiel der Spitzwegerich. Damit lässt sich ein feiner Hustensirup herstellen: Man nehme ein gut verschliessbares Glas, fülle abwechselnd eine Schicht Spitzwegerichblätter und eine Schicht Zucker ein bis das Glas voll ist und vergrabe dieses für zwei Monate. Schon fertig. Übrigens, die Blüten dieser Pflanze lassen eine Suppe nach Pilzen duften oder als Zwischenverpflegung geniessen.

Und sehr viele kann man einfach so essen – jedenfalls sind mehr essbar als gefährlich. Und wenn man Russe ist, seien sogar die Akelei oder die Vogelbeere geniessbar, erzählt uns Robert.

Der Weg führt uns hinter dem Friedhof ins Tobel und zufälligerweise bis zum Restaurant Traube. Für eine Viertelstunde ruhen wir uns bei einem Glas Mineralwasser aus bevor wir wieder Richtung Trogen losmarschieren.

Im Stuchen-Wäldchen versuchen wir uns an jungen Laubbaumblätter. Sie treffen nicht jedermanns Geschmack.

Der Nachmittag vergeht sehr schnell. Um halb fünf beenden wir mit einem Bauch voller Grünzeug und der Erfahrung, dass viel «Unkraut» aus dem Garten eigentlich auch essbar ist, unseren Rundgang. Ein einmaliges Erlebnis.